"Liebe Mitbürger - eine Frage an alle"

Wir publizieren nachstehendes Editorial von Professor Otto E. Roessler, einem namhaften Cern LHC Kritiker:

Ist es ethisch, wenn ich die ganze Welt in Panik zu versetzen suche, um sie im
letzten Moment zu retten?

"Das hängt davon ab, wie sicher Sie sind", werden Sie mir antworten. Ich
versuche darauf zu antworten.

Es geht um ein unbezweifelbares, 3 Jahre altes wissenschaftliches Resultat
(Schwarze Löcher sind ungeladen und zerstrahlen nicht). Es folgt aus ihm über
weitere, weniger schwierige Resultate (aus Chaostheorie und Quantenmechanik)
eine "Erdverdampfungswahrscheinlichkeit in wenigen Jahren" von etwa 8 Prozent,
falls das gegenwärtig laufende CERN-Experiment nicht sofort abgeschaltet wird.

Am 8. November, dem letzten Tag des LHC-Experiments mit Protonen, ist es zu
spät. Bis dahin wächst die Wahrscheinlichkeit, von heute vielleicht 10 oder gar
100 mal weniger, auf den genannten Wert.

"Acht Prozent Erdversampfungswahrscheinlichkeit in wenigen Jahren ist vielleicht

nicht so tragisch?" Diese Frage kann man stellen.

Und: "Eine Panik angesichts der Entschlossenheit der LHC-Crew zum Weitermachen
zu erzwingen, ist ebenfalls ein eingegangenes Risiko." Vollkommen richtig.
Thukydides, der Decamerone und die Roten Khmer sind historische Beispiele für
todbringende kollektive Hysterie.

In den folgenden 14 Tagen kippt die Balance zwischen beiden Punkten irgendwo.
Die Gesamt-Untergangsgefahr wird bis zum 8. November maximiert. Danach ist eine
weitere Panikmache nur noch schädlich. Je früher, desto notweniger ist sie. Es
ist also eine "mathematische Optimierungsaufgabe": festzustellen, bis zu welchem

Datum zwischen heute und dem 8. November ein maximaler Druck auf die
Öffentlichkeit, das Experiment zu stoppen, ausgeübt werden sollte.

Es kommt zur Lösung dieser Aufgabe offenkundig vor allem darauf an,
wie sicher die Gefahrenprognose ist: "8 Prozent
Erdversampfungswahrscheinlichkeit" als Endwert von einem im günstigsten Fall
gegenwärtig noch 100 mal kleineren Ausgangswert.

Denn es besteht ja auch eine endliche Wahrscheinlichkeit, dass die
Gefahrenprognose sich bei näherem Zusehen als unberechtigt erweist. Dann kann
das Experiment nach der Zwangspause sofort wieder aufgenommen werden. Wie groß
ist diese Irrtumswahrscheinlichkeit? Hier kann nur geschätzt werden: Nachdem in
3 Jahren des Suchens unter Beteiligung einer Vielzahl von Wissenschaftlern und
anderen Menschen mit großer Lebenserfahrung leider kein stichhaltiges
Gegenargument gefunden wurde trotz heftiger Anstrengung, ist sie vielleicht
nicht höher als 50 Prozent.

Damit wären wir bei 4 Prozent Erdverdampfungswahrscheinlichkeit, wenn das
Experiment nicht rechtzeitig gestoppt wird. Lohnt es sich, deshalb die
Öffentlichkeit einzuschalten? Immerhin geht es beim CERN um viel Geld und
Prestige.

Ich bitte dpa und die FAZ und die Zeitredaktion, diese Frage zu diskutieren.
Solch ein strategisches Denken ist vor allem Helmut Schmidt auf den Leib
geschrieben - und könnte ihm in der akuten Trauerphase um Loki Schmidt sogar das

Leben retten. Er wird noch gebraucht - das sagt sie auch.

Man sollte vielleicht auch berücksichtigen, dass der durch einen vorübergehenden

(wie zu hoffen) Stopp bewirkte Nachteil für das CERN und die Welt relativ
bescheiden wiegt in der anderen Waagschale: so sehr viel spricht eigentlich ja
nicht gegen eine hoffentlich bald zu beendigende Unterbrechung.

Danke, liebe wenige Mitbürger, die dies heute schon lesen als Versuchskaninchen
sozusagen, und alle, die es später lesen, dass ich mich an Sie wenden durfte.
Ihr auf Ihren Rat angewiesener

Otto E. Rössler (Für J.O.R. 24.10.10)

von admin
26.10.10. 10:12:04. 521 Wörter, 14179 Ansichten. Kategorien: Editorial D , 2 Kommentare »

2 Kommentare

Kommentar from: Pierre Sens [Besucher] · http://www.welt-formel.de
http://www.welt-formel.de :

mit Aufruf zum Stopp der CERN-Experimente.

siehe auch:

http://www.charta-der-weltethik.de
09.11.10 @ 12:41
Kommentar from: Physikus [Besucher]
Bei aller Liebe zum kritischen Denken, aber Teilchenphysiker mit Nazis vergleichen geht dann doch ein wenig zu weit:
"Wer das heutige “Heller als tausend Sonnen” hervorgebracht habende europäische Aberglaube von von ihren Zeitgenossen für “Wissenschaftler” gehaltenen Dogmatikern trägt erkennbar den Charakter eines kollektiven Wahns. Dem blinden Wüten einer gläubigen Minderheit wird diesmal nicht nur Israel und Deutschland, sondern die ganze Welt geopfert." (Otto Rössler)
Quelle: http://www.relativ-kritisch.net/blog/allgemein/otto-e-rossler-entgleisungen-zum-9-november#more-2679
16.11.10 @ 11:15

Der Eintrag hat ein auf Moderation wartenden Feedback...

"Die gute und die schlechte Nachricht"

Wir publizieren nachstehendes Editorial von Professor Otto E. Roessler, einem namhaften Cern LHC Kritiker:

Erst die gute Nachricht: Mit 92 Prozent Wahrscheinlichkeit wird die Menschheit das bis zum 8. November 2010 täglich aufgestockte Protonen-Experiment am CERN überleben.

Nun die schlechte Nachricht: Es wird circa 4 Jahre dauern, bis man erfährt, ob die Planetenverdampfung im Jahr darauf stattfindet oder ausbleibt, und so über mehrere darauffolgende Jahre immer wieder.

Diese Vorhersage beruht auf unwiderlegten physikalischen Resultaten, denen kein Wissenschaftler der Welt widerspricht in dem Sinn, dass er bereit wäre, seinen Widerspruch in einer öffentlichen Diskussion zu verteidigen.

Tatsächlich wissen alle Wissenschaftler, Medien und Politiker der Welt um die Gefahr, aber sie schweigen tapfer. Der Grund: Professor Hermann Nicolai vom Albert-Einstein-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Golm bei Potsdam in Deutschland übernahm die Verantwortung.

Das wäre sehr beruhigend, wenn er bereit wäre, die längst widerlegte Begründung für seine Entwarnung öffentlich zu verteidigen. Auch kein anderer Wissenschaftler der Welt stellt sich namentlich einer ihn verteidigenden öffentlichen Diskussion. Nicolai ist damit der neue Papst, für den ein ganzer Planet zu sterben bereit ist - wenn auch "nur" mit 8 Prozent Wahrscheinlichkeit, aber mit jahrelangem Zittern.

Otto E. Rössler, Chaosforscher, Universität Tübingen (Für J.O.R.)
21.10.2010, 13:15:24

von admin
24.10.10. 15:33:01. 206 Wörter, 351 Ansichten. Kategorien: Editorial D , 2 Kommentare »

2 Kommentare

Kommentar from: andy [Besucher] E-Mail
Nur mal etwas Technisches, weil ich nicht weiss wie ich die Urheber hier erreichen kann: auf der englischen Version stopcern.COM kann man überhaupt keinen Kommentar hinterlassen, da funktioniert nichts.

Ausserdem ist der Link für die von stopcern.COM erreichbare deutsche Version der Seite FALSCH. Die deutsche Version befindet sich nicht auf stopcern.com, sondern stopcern.CH.
(cut 'n paste Fehler)

Den "Thread" als "threath" zu schreiben rückt jenen Blog eher in die Schülerzeitung-Ecke, wo solche Rechtschreibfehler gang und gebe sind.
(Nur meine persönliche Ansicht.)
22.08.11 @ 17:24
Kommentar from: admin [Mitglied] E-Mail
@andy
Danke für Dein Feedback. Stopcern.ch & Stopcern.com benötigen etwas technische - und wohl auch rechtschreiberische - Korrektur. Man wird sich nächstens darum kümmern, soweit möglich.

Grundsätzlich ist es jedoch so, dass zum Thema LHC nie die öffentliche Diskussion stattfand, die zu wünschen wäre (trotz aller intensiver publizistischer Anstrengung) und die auch der Tragweite des Themas entspräche. Diese Blogs dienen deshalb als Archiv zu einem Subjekt, zu dem so ziemlich alles (aus Kritikerseite jedenfalls) zu finden ist.

Ein nächster Schritt muss (müsste...) die unabhängige Sicherheitskonferenz sein, die Otto Rössler fordert. Zu weiteren publizistischen Höhenflügen fehlen uns ganz einfach die Worte. Die technischen Fehler werden jedoch bald korrigiert + danke für Dein Interesse am LHC.

Dieses Blog bleibt vorerst Archiv und ,wer weiss, Mahnmal für die Dinge, um die man sich nicht kümmert, nur weil die Götter in Weiss vom CERN dies so befehlen. Sowohl die juristische Immunität als auch die arrogante Negierung der Kritik - als auch die Sensationsberichterstattung der Medien "Weltuntergang findet nicht statt" - sind ein Schlag ins Gesicht der beteiligten (und gleichzeitig völlig nichtbeteiligten) (Welt-)Bevölkerung.

An dieser Stelle sei Otto Rössler gedankt und Gabriele Schröter, als 2 "Top" Kritiker des LHC, mit denen wir aufschlussreiche Interviews führen durften, und die sich wohl oft als Don Quichote mit die Windmühlen fühlen. Unbegründet, denn ihre Kritik ist begründet - und die Arroganz der Gottmaschinchen Betreiber nicht. Es braucht mehr Menschen, die als Bürger und als Wissenschaftler für Sicherheit und Ethik der Forschung kämpfen.

PS:
Anders herum muss man die publizistischen Anstrengungen rund um die Forderung nach einer unabhängigen LHC Sicherheitskonferenz und der öffentlichen Diskussion, die diese mit sich bringen könnte/sollte, als pure Luft bezeichnen. Sie haben nicht gewirkt. Um den grossen Respekt vor der Sache willen ist zurzeit das Schweigen der leeren Phraserei vorzuziehen. Das "Verwesenlassen" dieses Blogs bei gleichzeitiger Weitererhaltung von Domain etc. ist wohl auch als das - teilweise unterbewusst geförderte - Eingeständnis zu werten, das der "Kampf" um Sicherheit und Ethik am LHC womöglich gänzlich verloren ist... Man könnte das so formulieren: "You win!"
23.08.11 @ 04:40

Aufruf an alle Altersheimbewohner und sonstige Gereifte


Dies ist ein Editorial von Professor Otto E. Roessler und wurde am 12.10.2010 von notepad publiziert:

Ich bin 70 und ich lüge nicht. Der unwidersprochen gefälschte offizielle Sicherheitsbericht des CERN von 2008, den zu erneuern es sich weigert, wird bis heute als einzige Sicherheitsgarantie hingenommen von der UNO, dem Internationalen Gerichtshof für Verbrechen gegen die Menschheit und allen laut schweigenden Politikern und einflussreichen Medien der Welt.

Dies, obwohl damit ein Mordanschlag auf Sie und Ihre Enkel und Kinder gut geheißen wird: Mit der geplanten Schrumpfung des Planeten auf 2 cm in (voraussichtlich) wenigen Jahren durch das in diesem Monat in einem letzten Anlauf vom CERN zu erzeugen erhoffte ultralangsame künstliche Schwarze Loch.

Kann einer von Euch erreichen, dass die Medien aufwachen? Enterbt einfach Eure Kinder um des Überlebens der Enkel und ihrer selbst willen, wenn sie Euch nicht helfen wollen, das Experiment sofort zu stoppen. Aber tut dies schnell, da es ja nächste Woche schon zu spät sein kann.

Ich hänge drei Twitter an. Vielleicht hat einer von Euch die Zeit und die Kraft, sie zu verbreiten?

Euer Otto.
(Otto E. Rössler, Chaos-Professor an der Universität Tübingen. Für J.O.R. 12.10.2010.)

P.S. Die drei Twitter:

1: "In diesen Tagen versucht CERN, ein die Erde in wenigen Jahren auf 2 cm schrumpfendes Schwarz-Loch-Ei zu legen, ohne zu widersprechen. Euer Chaos-Otto."

2: "Der zwei Jahre alte Sicherheitsbericht des CERN ist unbestritten gefälscht. Diesen Monat versucht es, das erdschrumpfende Schwarze Loch zu erzeugen. Sagt STOPP 21 !' Euer Chaos-Otto."

3: "An alle Politiker und Medien der Welt: Bitte klären Sie, ob jemand den Beweis der aktiven Erdgefährdung durch CERN in diesem Monat widerlegen kann, bevor es zu spät ist. Euer Chaos-Otto."

Mein Dank an die letzten im Herzen Jungen!

von admin
12.10.10. 17:51:56. 293 Wörter, 797 Ansichten. Kategorien: Editorial D , 1 Kommentar »

1 Kommentar

Kommentar from: Physikus [Besucher]
Ich erspare mir mal jedweden Kommentar über die angeblichen Pläne des CERN die Erde zu schrumpfen. Aber, da ich jetzt auf Anhieb bei Google nichts dazu gefunden habe würde mich mal interessieren ob irgendwo eine schlüßige Argumentation existiert warum der offizielle CERN Sicherheitsbericht "gefälscht" ist.
18.10.10 @ 16:54

Zeigen Sie der Welt, was Sie denken!

Link: http://stopcern.shirtcity.com



... bis die Sicherheit gewährleistet ist. Mit jedem Artikel zeigen Sie Ihre Meinung UND unterstützen Sie unsere non-profit Medienaktivitäten!

Hier können Sie diese Artikel bestellen:
http://stopcern.shirtcity.com

von admin
02.10.10. 11:52:18. 32 Wörter, 1188 Ansichten. Kategorien: News D , Hinterlasse einen Kommentar »

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'Ich will widerlegt werden': Interview mit Professor Otto E. Rössler über die Gefahren am CERN LHC

Link: http://www.notepad.ch/blogs/index.php/2010/03/15/interview-with-professor-otto-e-roessler





ZUSAMMENFASSUNG

2 Wissenschaftler und berühmte LHC Kritiker
Prof. Otto E. Rössler & Dr. Walter F. Wagner

2 LHC Gefahrentheorien in Symbiosis
Black Holes & Strangelets

1 dringendes gemeinsames Ziel
Eine Sicherheitskonferenz, bevor der CERN LHC angestellt wird

25 zentrale Antworten
zu der Frage warum

  • der CERN aufhörte, über Schwarze Löcher als Hauptziel zu sprechen

  • der CERN LHC den Mond und die Sonne zerstören könnte
  • falls Einstein Recht hat, Hawking unrecht hat und Rössler wahrscheinlich recht hat
  • Professor Rössler nicht mit der Idee leben kann, dass sie es tun
  • Professor Rössler widerlegt werden will und zum Narren gemacht werden will
  • möglicherweise das Militär der wahre Boss des CERN ist
  • viele Theorien zu den Gefahren am CERN zu haben schön ist aber schlecht für die Kritiker
  • alle Wissenschaftler den Eid des Hippokrates schwören sollten
  • kein Richter den Mut von Herrn Papier hat, Präsident des Deutschen Bundesverfassunggerichts
  • das Bundesverfassungsgericht sich selbst entsorgt hat mit seinem Urteil
  • Doctor Ellis from CERN scheinbar Zweifel hat
  • Prinz Charles den Vorsitz der Sicherheitskonferenz übernehmen sollte
  • die aktuelle Situation am CERN eine Tragikomödie ist
  • eine Sicherheitskonferenz stattfinden muss, bevor der CERN LHC angestellt wird
  • der CERN LHC nicht für Erdbeben verantwortlich ist
  • die Wissenschaft mit einer psychologischen Krankheit infiziert worden ist, einem psychiatrischen Symptom
  • die Wissenschaft schon heute die moderne Religion und der CERN LHC ein religiöses Symbol ist
  • Professor Rössler Hawking, Einstein, Prince Charles und Walter F. Wagner bewundert
  • Professor Rössler der Einzige auf dem ganzen Planeten ist, der dem CERN nicht kritisch gegenübersteht
  • der CERN einen 'fait accompli' schaffen will
  • dies eine Gelegenheit ist, dass jeder einsieht, dass es möglich ist, so nett zu sein wie die Wissenschaft sein kann
  • die LHC Kritiker Bewegung den CERN schon mehrere Male zu einem Strategiewechsel gezwungen hat und deshalb gewinnen könnte
  • die Kinder dieser Welt uns fragen könnten warum
  • CERN jungen Menschen erklären muss, wie wunderschön es ist, diese Fragen zu diskutieren. Damit sie lernen, dass Wissenschaft auf Dialog und gegenseitigem Vertrauen basiert

  • Ausgewählte Artikel aus den Medien

    Media: Alles Schall und Rauch
    Title: Interview mit Professor Otto E. Rössler






    'Es wäre wundervoll, wenn jemand diese grundlegende Gefahr, dass Schwarze Löcher nicht verdampfen würden und deshalb essentiel unendlich wären, so dass sie letztendlich die Erde auffressen würden, widerlegen könnte. Ob ich richtig liege in der Annahme, dass es nur 5 Jahre dauert oder ob es länger dauert, erscheint mir da weniger wichtig im Vergleich. Aber das ist die grundlegende Frage, die da auf dem Tisch liegt - und die Öffentlichkeit sollte an einer Diskussion über diese Frage teilnehmen dürfen. Ich nenne es eine Sicherheitskonferenz. Und diese Konferenz kostet nicht viel. Und es wird nicht mehr als eine Woche benötigt, um dieselbe zu organisieren. Es kann getan werden. Und wenn genug Menschen auf dem Planeten sagen, warum nicht den sicheren Weg gehen, dann ist alles gut.'
    Professor Doktor Otto E. Rössler




    Armin Albarracin



    notepad publishing hat am 13. März 2010 ein Interview mit Prof. O. E. Rössler in Tübingen, Deutschland geführt. Professor Rössler wurde befragt von notepad publishing Senior Investigative Journalist Armin Albarracin. Das hier vorliegende Interview wurde aus dem Englischen übersetzt.



    Englische Original Version
    www.notepad.ch



    Source: Scholarpedia


    Professor Rössler ist ein bekannter und respektierter interdisziplinärer Wissenschaftler - Autor von vielen Büchern und revolutionären wissenschaftlichen Artikeln in vielen verschiedenen Wissenschaftsbereichen - welcher im Alter von 69 Jahren immer noch an der Universität von Tübingen Vorlesungen hält.

    Professor Rössler ist auch ein überzeugter Kritiker des CERN LHC Experimentes seit den Ersten Tagen. Professor Rössler ist nicht prinzipiell gegen das CERN Experiment, aber er ist überzeugt, dass die Sicherheit des Experiments lückenhaft ist und er fordert dringlich eine Sicherheitskonferenz, welche vor dem erneuten Start des CERN LHC stattfinden muss, den er für diese Woche befürchtet.





    Editorial

    Wir sind sehr stolz, dieses unvergessliche Interview mit Professor Rössler geführt zu haben und wir glauben, dass dieses Interview zur genau richtigen Zeit publiziert wird, um dem kollektiven Bewusstsein der Menschheit und den wahren Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, die Sicherheit des CERN LHC's zu garantieren, bevor die teuerste und grösste Maschine, welche je von Menschen erbaut wurde, angestellt wird.

    Wir haben uns entschieden, nach jahrelanger intensiver Recherche zum Thema CERN LHC und einer Reihe von eindringlichen Editorials, bis auf weiteres auf Berichterstattung zu verzichten. Man sollte einem starken Wort kein Schwaches folgen lassen und das untenstehende Interview scheint uns ein so starkes Wort zu sein, dass uns buchstäblich 'Die Worte im Hals stecken bleiben'.

    Wir wünschen uns, dass Professor Rösslers Warnung endlich Gehör findet und diese längst überfällige Sicherheitskonferenz endlich einberufen wird. In Professor Rösslers Worten: 'dass die Frage beantwortet wird, bevor es zu spät ist'

    Armin Albarracin
    notepad publishing
    Montreux, den 18. März 2010








    'Es gibt Wissenschaftler die Aerzte sind. Diese haben den Eid des Hippokrates geleistet. Und es muss einen Eid des Hippokrates für alle Gebiete der Wissenschaft geben schlussendlich. Weil wir Menschen, weil die Menschheit, die Erde so klein ist dass wir uns schliesslich auf eine gemeinsame Ethik einigen müssen. Und dies könnte eine Gelegenheit sein. Dass jeder einsieht, dass es möglich ist, so nett zu sein, wie die Wissenschaft sein kann. Und CERN hat uns dieses Geschenk des Internets gegeben, wie wir bereits erwähnt haben, also ist die Wissenschaft so etwas wie der gute Onkel des Planeten. Und das CERN ist der gute Onkel des Planeten. Und sie würden diesen Planeten zerstören. Sie würden jede Wertschätzung gegenüber einer Mehrheit der jungen Menschen auf diesem Planeten verlieren. Warum so etwas riskieren?'
    Professor Doktor Otto E. Rössler




    Armin Albarracin


    notepad:
    Dies ist ein Interview mit Professor Otto E. Rössler geführt durch notepad publishing Senior Investigative Journalist Armin Albarracin. notepad publishing ist eine non-profit News Agentur domiziliert in der Schweiz. Wir haben Professor Otto E. Rössler in Tübingen, Deutschland besucht, um mit ihm über den CERN LHC zu sprechen. Guten Tag Herr Professor Rössler und willkommen.

    Professor Rössler:
    Es ist mir ein Privileg.

    notepad:
    Professor Rössler, wie fühlen Sie sich heute, speziell in Bezug zum Large Hadron Collider, der jetzt wieder angestellt wird?

    Professor Rössler:
    Ich bin ernsthaft beunruhigt. Weil die Sicherheit des Experiments lückenhaft ist.

    notepad:
    Als wir im April 2008 begonnen haben, über den CERN LHC zu berichten, haben wir überall nach Informationen über die grösste und teuerste Maschine gesucht, die je gebaut wurde. Sie waren die einzige kritische Stimme, die wir fanden. Heute gibt es viele Kritiker weltweit. Sind Sie sich bewusst, dass Sie viele Leute aufgeweckt haben gegenüber den Gefahren des CERN LHC's, und wie fühlt sich dies an?

    Professor Rössler:
    Es fühlt sich nicht gut an. Gefahren sind nie etwas, wobei man sich gut fühlt, wenn man sie verbreitet. Eine Warnung ist immer etwas, was man auf sich nimmt, um nicht nur sich selbst Schmerzen zu ersparen, sondern auch um Schmerz von anderen abzuwenden. Es ist eine Art medizinische Aktivität meinerseits. Ich habe als Arzt begonnen. Und ich denke, das Ärzte manchmal sagen müssen, wenn es ein Sicherheitsproblem gibt.

    notepad:
    Ist das in etwa so, als hätten Sie einen Patienten mit Krebs und Sie müssen ihm dies sagen?

    Professor Rössler:
    Genau. Wenn es eine Behandlung gibt und man sie vorschlagen kann.

    notepad:
    Um das Unglück nicht passieren zu lassen, sondern etwas dagegen zu tun.

    Professor Rössler:
    Ja. Wie Chirurgie. Es ist vielleicht ein bisschen schmerzhaft zu sagen, bitte stoppen Sie das, aber am Ende lohnt es sich.

    notepad:
    Zeitweise wurde Ihre Position zum CERN LHC scharf kritisiert. Wir haben sogar Artikel gelesen, die behaupten, dass ihre Theorie zu der Entstehung von stabilen schwarzen Löchern, die letztendlich das Universum zerstören, widerlegt wurde.

    Professor Rössler:
    Zurzeit geht es nur um die Erde. Und soweit ich weiss, hat niemand Beweise für einen Fehler in meinen Berechnungen geliefert.

    notepad:
    Ja. Das ist es, was auch mich überrascht hat. Einerseits war da diese, lassen Sie es mich CERN Propaganda nennen, dass Ihre Argumente widerlegt worden seien und andererseits konnte ich diese Information nirgends finden.




    Professor Otto E. Rössler

    Professor Rössler:
    Genau. Soweit ich weiss, sind meine harten Argumente nie widerlegt worden - aber selbstverständlich bin ich eine dumme Person. Vielleicht habe auch ich etwas Dummes gesagt irgendwo. Aber meine Theorie, welche die Gefahr beweist, ist nach meinem besten Wissen gültig.

    notepad:
    Als der CERN LHC das erste Mal im September 2008 angestellt wurde, vor dem ernsten Unfall und der langen Pause, welche für Reparaturarbeiten benötigt wurde, haben die Zeitungen auf eine sehr sensationalistische Weise über den durch den CERN LHC möglicherweise verursachten Weltuntergang berichtet. Wir waren zufrieden, dass über den CERN LHC berichtet wurde, aber wir waren unzufrieden wie die Presse - mit einigen Ausnahmen, über die Sache berichtet hat. Wir empfanden Sie die Medienberichterstattung in 2008?

    Professor Rössler:
    Ich war nicht zu enttäuscht im 2008. Es gab eine ganze Reihe von Fernseh-Stationen, welche über die angeblichen Gefahren, welche ich aufgebracht hatte, berichtet haben. Und ich war selbstverständlich nicht der Erste. Walter Wagner muss unbedingt erwähnt werden. Er begann vor fast 10 Jahren und hat andere Befürchtungen als ich - sie beziehen sich mehr auf den geplanten 2. Abschnitt der Experimente mit Blei-Atomkernen - wo er die Gefahr sieht, statt auf den ersten mit Protonenkollisionen, wo ich sie sehe. Ich bewundere ihn.

    notepad:
    Also sagen Sie, dass Wagner - welcher die Klage in Hawaii, die erste Klage meines Wissens gegen den CERN LHC, erhob - dass Wagner die Gefahr zu einem späteren Zeitpunkt in den Experimenten sieht.

    Professor Rössler:
    Genau. Also haben wir sozusagen das Gebiet zwischen uns beiden aufgeteilt.

    notepad:
    Das ist praktisch!

    Professor Rössler:
    Ja. (Lacht).

    notepad:
    Es macht uns auch ein wenig grösser. Eine Sache, welche ich interessant finde ist dass in der Zwischenzeit - ich meine in den 2 Jahren welche vergangen sind seit ich zum Ersten Mal von den Gefahren, welche Sie erwähnen, hörte - viele andere Theorien publiziert wurden. Manche recht seriös, andere etwas extravagant. Was ist Ihre Meinung dazu? Ich selbst denke dass Ihre Theorie alleine eine neue Sicherheitskonferenz erfordert, welche sicherstellt, dass die Gefahr abgewendet wird bevor der CERN LHC angestellt wird. Aber es gibt noch viele andere Theorien. Was denken Sie dazu?

    Professor Rössler:
    Ich denke, im Prinzip ist es schön nicht alleine zu sein, speziell wenn man der Überzeugung ist, recht zu haben. Und jeder, der auf meiner Seite ist, ist eine grosse Hilfe. Aber manchmal sind gewisse Theorien nur ein klein wenig möglich, so dass die Wahrscheinlichkeiten, die mit diesen Theorien verbunden sind, unterschiedlich sind. Und die mit der schlimmsten Wahrscheinlichkeit (oder der höchsten Wahrscheinlichkeit) ist die, auf welche wir uns konzentrieren sollten. Weil sonst das Interesse abnimmt, falls nach Prüfung einige der Argumente falsch sind.

    notepad:
    Ich stimme Ihnen zu. Ich bin persönlich auch beeindruckt wie viele Menschen ein profundes Interesse am CERN zeigen. Ich habe Dokumente mit 300 bis 400 Seiten gesehen.




    Professor Otto E. Rössler

    Professor Rössler:
    Im Prinzip ist es eine wundervolle Leistung. Es ist auch schön, so viele Leute zu sehen, welche plötzlich von dieser Sparte der Wissenschaft fasziniert sind.

    notepad:
    Richtig. Ich meine, sie fangen an zu lernen, Bücher zu lesen, zu diskutieren.

    Professor Rössler:
    Ja. Und plötzlich kann jeder junge Mensch ein Spezialist in Gefahrentheorie werden. Auf diesem speziellen Gebiet. Also wird die Wissenschaft wieder zu etwas, für das sich jeder interessieren darf.

    notepad:
    Ich bin einverstanden. Dies ist ein interessanter Punkt. Ich habe eine Tochter, welche gerade 11 Jahre alt wurde und sie liebt Experimente. Und ich glaube mich daran erinnern zu können, dass ich als Kind Experimente auch liebte.

    Professor Rössler:
    Es sind wundervoll schöne Aktivitäten der Menschen. Es ist nicht Krieg (Lacht). Es ist nicht Geld verdienen. Es ist nur etwas, was jedem hilft, mehr über den Planeten zu erfahren. Die Essenz der Wissenschaft.

    notepad:
    Der CERN LHC wird jetzt wieder angestellt.

    Professor Rössler:
    Ich befürchte, dass er nächste Woche wieder angestellt wird.

    notepad:
    Sie sagten letzte Woche und dann Morgen aber jetzt gestern. Aber vielleicht nächste Woche wird er vielleicht wirklich angestellt werden. Und ich denke der Plan ist ihn während 18 bis 24 Monaten angestellt zu lassen. Ohne Winterpause. Das habe ich gelesen.

    Professor Rössler:
    Und vielleicht werden sie die Maximalenergie schon diesen Monat erreichen. Dies ist ein Grund zu tiefer Sorge.

    notepad:
    Das ist die Hälfte der Höchstenergie, welche geplant wurde.

    Professor Rössler:
    Richtig. Es ist nicht 14 - dies wird das Maximum in 2 Jahren sein - sondern - aber es ist schon 7 Tera Elektronen Volt. Dies ist etwa 4 Mal höher, als jemals in der Vergangenheit erreicht wurde.

    notepad:
    Und ich verstehe es so, dass sie nur wegen Designproblemen nicht auf Maximalenergie schalten. Es wird oft in Artikeln geschrieben, dass sie Design Anpassungen vornehmen müssen um die geplante Maximalenergie zu erreichen ...




    Professor Otto E. Rössler

    Professor Rössler:
    ...das 14 TeV Ziel. Ja.

    notepad:
    Aber das ist nicht wegen der CERN Kritiker Bewegung oder weil sie selber denken: Wir müssen vorsichtig vorgehen.

    Professor Rössler:
    Nein, ich bin derselben Meinung. Es ist eine angemessene Entscheidung, da die Maschinen zu alt sind und man festgestellt hat, dass diese unzuverlässiger sind als man gemeint hatte.

    notepad:
    Der CERN LHC wird nächste Woche wieder angestellt werden und sie möchten diesen hohen Energielevel während bis zu 2 Jahren ohne Unterbruch beibehalten. Das, denke ich, sagen sie zurzeit.

    Professor Rössler:
    Ich weiss es nicht.

    notepad:
    Wieso diese Ungeduld? Warum so schnell? Was denken Sie?

    Professor Rössler:
    Vielleicht ist ein Grund die Tatsache, dass Interviews wie dieses stattfinden. Sie sind jetzt so sehr in die Defensive gedrängt worden, dass sie versuchen, ein - auf Französisch würde man sagen - 'Un fait accompli' zu schaffen. Etwas zu schaffen, was nie mehr rückgängig zu machen ist. Selbstverständlich wird es, wenn die Kritik Recht bekommt, nicht mehr möglich sein, dass zu schaffen, was sie tun wollen.

    notepad:
    Ja. Das würde heissen das Ihre Theorie, die Bekanntheit der Kritikerbewegung im Allgemeinen eine zu hohe Popularität ...

    Professor Rössler:
    ... diese könnte der Grund für einen Unfall sein zum Beispiel. Ja.

    notepad:
    ... dass das Thema etwas mehr in unser Bewusstsein gedrungen ist.

    Professor Rössler:
    Ja, das auch, ja. Aber wenn es zu spät kommt, wird es am Ende einen negativen Effekt haben statt eines positiven Effekts.

    notepad:
    Ja, weil wir sie dazu provozieren. Wir provozieren sie indirekt, will sie sich sagen: 'Wenn wir es jetzt nicht tun, könnte man uns daran hindern...'

    Professor Rössler:
    Ja. Also bin der echte Direktor des CERN in diesem Moment eigentlich, ich und ich wäre dafür verantwortlich, wenn Er den Fehler macht (Lachen). Wie traurig dies ist - ich habe noch nie so darüber gedacht.

    notepad:
    Das CERN wird in den Medien oft mit Lob überschüttet. Genauer gesagt von den meisten Medien. In Spanien, zum Beispiel, nennen die Medien den CERN 'La maquina de diós'. Die Gottesmaschine. Die Gottmaschine oder Göttermaschine.

    Professor Rössler:
    Und das Internet ist natürlich eine Frucht des CERN. Das Internet ist ein Segen. CERN hat der Welt ein wunderschönes Geschenk gegeben. Ja.

    notepad:
    Ja, man kann es auf zwei Arten sehen. Auf der einen Seite ist das CERN der Vater, die Mutter des Internets - auf der anderen Seite wurde die CERN-Kritiker Bewegung nur Dank des Internets möglich.

    Professor Rössler:
    Das ist so, ja. Aber das ist nur fair. Auch wenn diese Tatsache einige Leute enttäuschen könnte.

    notepad:
    Als Nicht-Wissenschaftler habe ich Mühe, das konkrete Bedürfnis für den LHC zu verstehen. Ich habe Schwierigkeiten zu verstehen, wieso wir das benötigen. Das ist ein etwas spezieller Punkt. Aber verstehen Sie, dass das CERN sagt 'Wir wollen den Higgs Partikel finden', 'Wir wollen den Gott Partikel finden, wir wollen dies tun, wir wollen das tun'. Mir persönlich geht es gut, wenn ich eine gute Flasche Wein habe und ein wenig Käse, wenn ich ein schönes Wochenende mit meiner Familie verbringe, beim Wandern in den Bergen. Ich muss das Gottpartikel nicht finden. Wieso benötigt das die Menschheit?

    Professor Rössler:
    Es ist dieses Geheimnis oder Wunder der Wissenschaft. Leider gibt es auch eine militärische Seite. Es gibt diese beiden Seiten. Jegliche Grundlagenforschung ist nützlich für beide Seiten. Und die Atombombe beweist, dass etwas falsch ist mit dem ganzen Prinzip von ungebändigter Grundlagenforschung. Trotzdem wäre ich kein Kritiker des LHC, sobald ich keinen Grund mehr hätte, besorgt zu sein. Man darf nur hoffen, dass die Ernte es wert ist.




    Armin Albarracin

    notepad:
    Meine Tochter liebt Experimente, und ich bin auch nicht gegen Experimente. Solange die Wissenschaft nicht die Welt zerstört damit.

    Professor Rössler:
    Speziell die Medizin beweist, dass es möglich ist, diese kollektive Anstrengung für den Forschritt zu haben. Und es ist nur die Bombe die, wie soll ich sagen, diese Hoffnung in die Wissenschaft geschwächt hat.Das ist sehr schade. Und jetzt besteht die Gefahr, dass man es nicht mit genügend Vorsicht angeht. Dies ist alles, was ich fordere. Ich möchte, dass man meine Beweise für eine Gefahr widerlegt. Und nicht zu widerlegen ist unvorsichtig. Und Unvorsichtigkeit kann rückwirkend nicht legitimiert werden. Warum nicht nett sein und warum Gewalt anwenden, indem man verhindert, dass die Frage beantwortet wird, bevor es zu spät ist. Dem ist nichts Endgegensetzen.

    notepad:
    Das ist wahr. Ich habe oft gelesen, dass die Menschen denken, dass Sie, und generell die CERN Kritiker Bewegung, gegen das CERN sind.

    Professor Rössler:
    Nein, nein. Ich bin der Einzige auf dem ganzen Planeten, der dem CERN nicht kritisch gegenübersteht (Lachen), solange das CERN die Regeln der Wissenschaft befolgt. Aber das CERN ist dabei, die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu zerstören - sogar, wenn der Planet überlebt, was selbstverständlich jedermann hofft.

    notepad:
    Ich bin einverstanden. Ich denke, was hier ein wenig falsch gesehen wird, wenn man sagt, die CERN Kritiker Bewegung sei gegen das CERN, ist dass die meisten der Kritiker, oder ich würde sagen sogar alle Kritiker, die ich je getroffen und mit welchen ich gesprochen habe oder welche ich gesehen habe, welchen ich zugehört habe oder über welche ich etwas gelesen habe - Sie alle sind auf eine Art CERN Fans. Dies sind Menschen, welche sich für Wissenschaft interessieren und dafür, neue Dinge zu verstehen, und für den Fortschritt der Menschheit.

    Professor Rössler:
    Und das CERN könnte den jungen Menschen erklären, wie wunderschön es ist, diese Fragen zu diskutieren. Damit sie lernen, dass Wissenschaft auf Dialog und gegenseitigem Vertrauen basiert.

    notepad:
    Dies bringt mich zu meiner nächsten Frage. Ich habe mit mehreren Menschen persönlich oder über das Internet kommuniziert, welche am oder mit dem CERN direkt zu tun haben, dort arbeiten oder am RHIC in den USA arbeiten, und habe meistens diese Position gehört: 'Sind Sie ein Teilchenwissenschaftler? Nein? Dann, was wollen sie? Wieso diskutieren Sie das mit mir? Wir kümmern uns darum.' Es ist wie beim Arzt, wenn Sie dorthin gehen und fragen 'Sind Sie sicher, dass ich dieses Medikament benötige?' und er artwortet: 'Ich schreibe Ihnen ein Rezept. Ich weiss das am Besten'. Hier handelt es sich um eine Einstellung, welche ich persönlich ... sie macht mir Angst.

    Professor Rössler:
    Sie setzt voraus, dass es verschiedene Ebenen von Spezialisten gibt, und einige von ihnen dürfen mit Kritikern reden und andere nicht und diese können sich dadurch vor einer Antwort drücken. Aber es müsste andere geben, welche kommunizieren können.

    notepad:
    Ja. Absolut. Und auf eine Art, falls sie am CERN ausschliesslich Anfang des Universum finden wollen, woher wir kommen: das sind alles wundervolle und grosse Fragen. Sollte dies der Fall sein, sollte dies der einzige Grund dafür sein, den LHC zu betreiben, wieso dann nicht die Menschen teilhaben lasssen? Dies ist ein wundervolles Ereignis. Wieso Nein sagen, stellen Sie keine Fragen, interessieren Sie sich nicht dafür?




    Professor Otto E. Rössler

    Professor Rössler:
    Genau. Das ist eine gönnerhafte Einstellung. Und Wissenschaft ist - das ist nicht ihre Essenz, das ist nicht vereinbar mit Wissenschaft. Weil die Wissenschaft etwas verletzliches ist. Wenn man die Wahrheit nicht kennt, sollte man sehr, sehr geduldig und sehr bescheiden sein. Und eine Wissenschaft, welche nicht bescheiden ist, ist der Beweis dafür, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Es ist wie mit einer psychologischen Krankheit infiziert worden zu sein. Es ist ein psychiatrisches Symptom.

    notepad:
    Mein Held in der Wissenschaft - neben Ihnen natürlich - ist Einstein. Und wenn man sein Gesicht sieht, mag man ihn. Alle mögen ihn so sehr, dass Scientology ihn mag und überall Poster von ihm aufhängt. Das mag ich nicht so. Aber was ich meine, ist,sieht aus wie eine demütigen Person...

    Professor Rössler:
    Ja. Er war ehrlich.

    notepad:
    ... und wie eine ehrlichen Person. Er hat diese humanitäre Einstellung...

    Professor Rössler:
    Und er wusste, dass jede junge Mensch dieselben Fähigkeiten hat wie er.

    notepad:
    Es wäre schön, wenn das CERN-Management und die CERN-Angestellten die gleiche Art von Ausstrahlung hätten wie Einstein. Wissen sie, dieser leicht vergessliche Wissenschaftler mit dem etwas wirrem Haar - er ist Ihnen etwas ähnlich, muss ich zugeben - welchen man einfach gerne hat, dem man einfach Vertrauen schenkt. Er ist wie ein Kind. Er schaut sich Dinge an, aber er ist kein gefährliches Kind.

    Professor Rössler:
    Ja, richtig. Obwohl die Dinge die er fand, sich schlussendlich als gefährlich herausstellten. Und er wurde sehr...

    notepad:
    ... traurig ...

    Professor Rössler:
    ... weil sein ganzes Leben in sich zusammenfiel, als die Bombe abgeworfen worden war.




    Armin Albarracin

    notepad:
    Ja. Das stimmt. Ich denke das ist ein grosses Problem und das könnte auch am CERN ein Problem sein. Ich habe gehört oder gelesen das sogar ein Patent für den Einsatz von Schwarzen Löchern als militärische Waffe registiert wurde - sollte dies eines Tages möglich sein. Aber auf eine Art ist dies der Beweis dafür, dass einige Menschen im Militär vielleicht die Idee hegen, das einzusetzen falls möglich oder einen Einsatz mindestens abzuklären.

    Professor Rössler:
    Ja. Die Wissenschaft sollte unter der Kontrolle der Medizin stehen letztendlich (Lachen). Das ist eine Frage des ... the Eid des Hippokrates. Es gibt einige Wissenschaftler genannt Mediziner. Diese haben den Eides des Hippokrates. Und es muss einen Eid des Hippokrates für alle Gebiete der Wissenschaft geben - selbstverständlich - schlussendlich. Weil wir Menschen, weil die Menschheit, weil die Erde so klein ist, dass wir uns schliesslich auf eine gemeinsame Ethik einigen müssen. Und dies könnte die Gelegenheit sein. Dass jeder einsieht, dass es möglich ist, so nett zu sein, wie die Wissenschaft sein kann. Und CERN hat uns dieses Geschenk des Internets gegeben, wie wir bereits erwähnt haben, also ist die Wissenschaft so etwas wie der gute Onkel des Planeten.

    notepad:
    Ja. So möchte ich die Sache sehen, und dies ist der Weg, auf welchem ich die Wissenschaft spannend finde.

    Professor Rössler:
    Und das CERN ist der gute Onkel des Planeten. Und sie würden diesen Planeten zerstören. Sie würden jede Wertschätzung von Seiten der Mehrheit an jungen Menschen auf diesem Planeten verlieren. Warum so etwas riskieren?

    notepad:
    Wissen sie, diese Art... ich finde es persönlich ein wenig Arrogant, dieses Auftreten des CERN's, nicht wahr... einfach nicht zu sehen, nicht zu hören, nicht sich zu treffen, nich mit Kritikern zu sprechen - mit wenigen Ausnahmen. Ich glaube Sie sind ans CERN eingeladen worden?

    Professor Rössler:
    Nein, nein. Mir wurde eine Audienz gewährt.

    notepad:
    Eine Audienz, richtig. Das ist nicht sehr lange her. Wann war das, Professor Rössler?




    Professor Otto E. Rössler

    Professor Rössler:
    Vor 2 Monaten.

    notepad:
    Können Sie uns einige Impressionen mitteilen, wie das dort ist? Ich war noch nie im CERN, wie sind die Menschen dort? Wie ist Stimmung dort?

    Professor Rössler:
    Oh, es ist wundervoll. Ich habe auch einige Stunden in der Cafeteria verbracht, als ich auf eine junge Person wartete, welche mich anschliessend zu einer Diskussion eingeladen hatte. Dieser kam leider nicht - er entschuldigte sich später. Aber die Atmosphäre ist wundervoll. Es ist wie die Mensa der Universität Tübingen, nur 100 Mal grösser. Und die Atmosphäre ist phantastisch und alle sind nett.

    notepad:
    Haben Sie ein oder zwei Paar Augenbewegungen bemerkt, die besagten: 'Hallo, ich habe Sie erkannt!'?'?

    Professor Rössler:
    Nein. Nein.

    notepad:
    Als Sie dort waren, hatten Sie nicht das Gefühl, dort bekannt zu sein?

    Professor Rössler:
    Nein, In keiner Weise. Ich war absolut anonym. Es fühlte sich sehr angenehm an. Sehr gut. Und Menschen, die Essen, sind meist guter Laune, wissen Sie (Lachen). Sie hatten ganz einfach nette Diskussionen. Der Geist war ein Max-Planck Geist, so zu sagen.

    notepad:
    Als ich mich als Journalist bei notepad publishing anfänglich für das CERN zu interessieren begann, erinnere ich mich, dass Sie erwähnten, man könnte das CERN LHC auf dem Mond bauen. Und meine Frage dazu wäre - wir berichteten damals darüber und wir fanden das einen interessanten Vorschlag, wenigstens eine Lösung, eine mögliche Lösung und ein gute Einleitung in eine Diskussion - aber in Wirklichkeit: Haben Sie sich damals einen Witz erlaubt oder waren es Ihnen vollkommen ernst damit? Ist dies immer noch eine Option? Könnten wir es auf dem Mond tun?

    Professor Rössler:
    Es wäre zu teuer. Bestimmt.

    notepad:
    Mir wurde dies auch oft gesagt.

    Professor Rössler:
    Auf der anderen Seite wäre es nicht sicher genug. Leider.

    notepad:
    Können Sie uns dies erklären? Ist es möglich, dies auf so simple Weise zu erklären, dass Leute wie ich - ich bin kein Wissenschaftler -, dass wir das verstehen können?

    Professor Rössler:
    Sehen Sie, ich bin hier nur ein auf ein Thema fokussierter Wissenschaftler in diesem Kontext. Es geht mir hier um die Schwarzen Löcher, für welche ich mich interessiere. Nicht die Strangelets, über welche Walter Wagner spricht. Nur um die kleinen Schwarzen Löcher: Sollte das CERN erfolgreich dabei sein, diese zu produzieren, würde es zirka eines pro Sekunde produzieren. Viele, viele, viele von ihnen. Die meisten würden wegfliegen. Eines pro Million oder so würde im Innern der Erde bleiben, weil es langsam genug wäre, um nicht davonzufliegen. Ihre intrinsische Geschwindigkeit ist das einzige, was zählt, denn es gibt praktisch keine Reibung - und fast alle würden direkt durch die Erde durchgleiten und wegfliegen, ausser eines ist langsam genug. Es würde dann innerhalb der Erde zirkulieren und, falls es dabei schnell genug wächst - wofür ich meiner Meinung nach Beweise habe -, würde es die Erde von innen her auffressen in wenigen Jahren.

    notepad:
    Vor unserem Interview heute erwähnten Sie, dass am Ende die Erde 2 Zentimeter gross sein würde...

    Professor Rössler:
    1.9 Zentimeter.


    'Die Grösse jeder Masse, jedes Schwarzen Loches welches die selbe Masse wie die Erde hat, ist 1.9 Zentimeter'
    Prof. Otto. E. Rössler on the size of the Earth after the consumption by a black hole
    (Picture: A Malteser Source: Wikipedia)

    notepad:
    Genau. Sie korrigierten mich und sagten 1.9 Zentimeter. Also basiert diese Aussage auf Berechnungen.

    Professor Rössler:
    Absolut. Die Grösse jeder Masse, jedes Schwarzen Loches welches die selbe Masse wie die Erde hat, ist 1.9 Zentimeter. Aber natürlich würde ein Grossteil der Energie abgestrahlt werden, also könnte sie eventuell noch etwas kleiner werden als 1.9 Zentimeter. Aber wir sprachen über die Gefahr für die Sonne und den Mond. Für den Mond zum Beispiel. Diese kleinen Schwarzen Löcher die da wegfliegen, würden in alle Richtungen gehen. Ich wusste dies nicht, als ich sagte, der Mond sei sicher. Ich lernte dies von Professor Landua am CERN. Und deshalb gilt in Bezug auf den Mond: Genug viele würden auf den Mond treffen und eines davon wäre langsam genug, um auf dem Mond zu bleiben. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, aber wenn es genug sind, würde es auch mit einem, welches auf dem Mond trifft, passieren und mit einem, welches die Sonne trifft. Also würde die Sonne auch ausgelöscht.

    notepad:
    Ich bin ein wenig überrascht. Ich erinnere mich, wie das CERN ganz am Anfang behauptete, dass sie keine Schwarzen Löcher produzierten.

    Professor Rössler:
    Ja. Nein. Ja. Noch bevor all dem, was Sie zitieren, hatten sie gehofft, Schwarze Löcher zu produzieren. Aber sie erfuhren dann, dass es Argumente gibt, welche gegen das Sicherheitsargument sprechen, dass Schwarze Löcher nicht gefährlich wären - dies ist Stephen Hawkings wundervolle Theorie. Es war erst danach und ich weiss nicht wirklich, wieso sie aufhörten, über Schwarze Löcher als ihr Hauptziel zu sprechen. Denn es ist zweifelsohne das spekakulärste Ereignis, welche aus dem CERN-Experiment entstehen könnte.

    notepad:
    Also denken Sie, dass sie am Anfang eigentlich dieses Schwarze Loch finden wollten?

    Professor Rössler:
    Ja, es war ihr bestes Verkaufsargument.

    notepad:
    Und dann fanden sie heraus, dass die Menschen sagten 'Wir haben tatsächlich Angst vor diesen Schwarzen Löchern' und dann sagten sie 'Nein, nein, nein - es ist nicht wirklich das Schwarze Loch, dass wir finden wollen!'. Etwas anderes, den Higgs Partikel zum Beispiel.

    Professor Rössler:
    Ja. Und alles, was man nicht weiss - auf das kann man selbstverständlich hoffen.

    notepad:
    Ist es korrekt zu sagen: Wenn Einstein Recht hat, ist der CERN LHC gefährlich?

    Professor Rössler:
    Ja, das ist haargenau richtig, was Sie da gesagt haben. Weil Hawking Einstein widerspricht. Und weil Hawkings Theorie benötigt wird, um die Schwarzen Löcher, welche am CERN produziert würden, sicher zu machen, weil sie 'verdampfen' würden. Aber Hawking hatte diese kleine grossartige Idee, dass Schwarze Löcher in 10 hoch minus 29 Sekunden oder so etwas verdampfen würden, was bedeutet, dass dann überhaupt keine Gefahr mehr bestünde.

    notepad:
    Das ist phantastisch. Aber ist das nicht auch sehr praktisch? Ich empfinde Einstein als DEN Wissenschaftler, den wir hatten. Selbstverständlich ist Hawking auch ein sehr, sehr guter Wissenschaftler, aber...

    Professor Rössler:
    ... ja, und eine sehr symphatische Persönlichkeit auch und er ist ein Held in seinem privaten Leben.

    notepad:
    Absolut. Aber ist es nicht ein wenig zu angenehm zu sagen das man absolut sicher ist, dass Einstein völlig falsch lag, Hawking absolut recht hat und im Vorbeigehen zu beweisen, dass Schwarze Löcher ausnahmslos und sofort alle verdampfen.

    Professor Rössler:
    Ja. Und das weiss das CERN und wiederholt deshalb diese Sätze heute nicht mehr. Ja, sie ziehen sich deshalb auf eine zweite Sicherheitsstufe zurück, sozusagen. Aber sie wissen immer noch, dass die Theorie von Hawking die einzige reale Lebensversicherung ist.

    notepad:
    Ich höre oft von Menschen, von Menschen mit denen ich zufällig auf der Strasse rede, 'vielleicht ist der CERN LHC gefährlich, aber, wissen Sie, ich kann nichts dagegen tun'. Aber jetzt höre ich von Ihnen, dass in Wirklichkeit wir - die Menschen, die Fragen stellen, dass wir das CERN schon mehrmals zu einer Strategie Aenderung gezwungen haben. Also haben wir eine Wirkung! Obwohl wir noch nicht Millionen sind - aber wir sind wahrscheinlich schon Zehntausende. Als ich vor 2 Jahren auf dem Internet nach dem CERN LHC suchte, fand ich rein gar nichts - ausser von Walter und Ihnen -, heute finde ich Hunderte und Aberhunderte, Tausende und viele Tausende von Blogs, Forum Einträgen und Fragen auf Yahoo 'Ist der CERN gefährlich' oder so ähnlich. Die Kinder sprechen in der Schule darüber.




    Professor Otto E. Rössler

    Professor Rössler:
    Ja. Das ist schön. Aber es wäre wundervoll, wenn jemand diese grundlegende Gefahr, dass Schwarze Löcher nicht verdampfen würden und deshalb essentiel unendlich wären so dass sie letztendlich die Erde auffressen würden, widerlegen könnte. Ob ich richtig liege in der Annahme, dass es nur 5 Jahre dauert oder ob es länger dauert, erscheint mir da weniger wichtig im Vergleich. Aber das ist die grundlegende Frage, die da auf dem Tisch liegt, und die Oeffentlichkeit sollte an einer Diskussion über diese Frage teilnehmen dürfen. Ich nenne es eine Sicherheitskonferenz. Und diese Konferenz kostet nicht viel. Und es wird nicht mehr als eine Woche benötigt, um diese zu organisieren. Es kann getan werden. Und wenn genug Menschen auf dem Planeten sagen, warum nicht den sicheren Weg gehen, dann ist alles gut.

    notepad:
    Etwa so 'Auto fahren - nicht trinken'. Wir sollten ganz einfach den sicheren Weg einschlagen.

    Professor Rössler:
    Grossartig. Richtig. Ich will widerlegt werden. Ich will zu einem Narren gemacht werden. Doch fühlt sich nicht so gut an, ein Narr zu sein aber bis heute nicht zu einem Narren gemacht zu werden. Ich hoffe, dass ich ein Narr bin. Es gibt nichts besseres als ein Narr zu sein, wenn man warnt.

    notepad:
    Ich bin einverstanden. Also ist diese Sicherheitskonferenz, denke ich, das, was die meisten Kritiker, mit welchen ich sprechen konnte auch wollen. Das scheint ein gemeinsames Ziel zu sein. Zu sagen: 'Halten wir einen Augenblick inne. Lasst uns sich treffen. Lasst uns diskutieren.'

    Professor Rössler:
    Präzise. Ja.

    notepad:
    Lasst uns genau abklären, welche genau die Risiken sind, wie hoch diese sind und dann eine Entscheidung treffen. Sollte das Risiko als 1:100 bestimmt werden, also 1%, zum Beispiel, und alle würden sagen:'Ja. Das ist Ok. Wir wollen dieses Risiko eingehen.' Nicht nur die Teilchenwissenschaftler sondern alle...

    Professor Rössler:
    ...ja. Dann hätte die Erde es verdient.Ja, Ja.

    notepad:
    Das wissen wir. Aber ich denke, wir sollten mindestens an den Punkt gelangen, an dem wir das Risiko abgeklärt haben - damit wir uns entscheiden können!

    Professor Rössler:
    Ja. Man benötigt dies, solange da ein Wissenschaftler da ist, der sagt: 'Ich haben einen Beweis das ein Risiko existiert' - und ich bin auf keinen einzigen Kollegen gestossen, welcher sagt, ich kann Ihnen beweisen, dass Ihre Theorie falsch ist. Es gibt da niemanden, der unter seinem wahren Namen sagt, ich hätte Unrecht und ich gäbe mir die Versicherung, dass diese Warnung falsch ist. Und warum nicht? Warum nicht? Sehen Sie, warum widerspricht mir kein Wissenschaftler auf diesem Planeten, wenn ich sage, bitte starten sie mit diesem Ding nicht, bevor sie bewiesen haben, dass das Risiko - das spezifische Risiko, welches hier vor unseren Augen liegt, nicht existiert.

    notepad:
    Wenn eine Organisation wie das CERN nicht Angst hätte, Ihre eigene Argumentation darzulegen und anderen zuzuhören... Da sind die besten Wissenschaftler dieser Welt wiedervereinigt am CERN. Und ich bin sicher, die können mit Otto Rössler, Professor Otto Rössler, klarkommen - die sollten doch eigentlich intelligent genug sein.

    Professor Rössler:
    Gut gesagt. Sie sollten dazu fähig sein, mir in einer Diskussion eine Niederlage zu bereiten. Wieso trauen sie sich nicht?

    notepad:
    Sie sagten in einem Artikel zu diesem Thema kürzlich, dass sie diese Sicherheitskonferenz fordern, und dass sie jetzt seit 23 Monaten darauf warten.

    Professor Rössler:
    Ja. Diese wissenschaftliche Sicherheitskonferenz. Ja.

    notepad:
    Und nichts passiert. Hier eine gute Frage: Warum? Ich wünsche mir, dass wir eines Tages hier sitzen können, 3 oder vielleicht 4 von uns, mit einigen Leuten vom CERN, und dies unter Freunden diskutieren können. Nicht als Feinde.

    Professor Rössler:
    Ja. Hoffentlich bevor es zu spät ist.

    notepad:
    Hoffentlich bevor es zu spät ist. Das wäre also vor nächster Woche. Also wäre Montag ein guter Tag oder Dienstag, um diese Konferenz zu starten.

    Professor Rössler:
    Und wir bitten sehr nett und sehr wohlwollend die Menschen am CERN: Bitte, warten Sie, bis die Sicherheits-Clearance auf dem Tisch liegt.

    notepad:
    Was meinen Sie, was sollte ein Gericht - da wir genau so eine Situation bereits erlebt haben, welche wir ein wenig später diskutieren werden - was sollte ein Gericht mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung, ein Multimilliarden Teilchen Physik Experiment zu stoppen, tun, welches, so behauptet der Antragssteller, ein Schwarzes Loch, das den Planet auffrisst, produzieren könnte? Der Realfall vom CERN erscheint wie ein echter Klassiker in der Entscheidungsfindung. Leider hat noch kein Gericht den Mut bewiesen, sich dieses sehr komplexen Themas anzunehmen. Dies sind - aus dem Englischen übersetzt - nicht meine Worte sondern die von Professor Johnson.

    Professor Rössler:
    Ja. Aber er sagte dies bevor das Deutsche Bundesverfassungsgericht vor 3 Tagen sein Urteil gefällt hatten.

    notepad:
    Genau. Also wusste das Deutsche Bundesverfassungsgericht möglicherweise von diesem Essay. Es hat einen Urteilsspruch gegeben - und ich denke wir sollten dies erklären - es hat einen Urteilsspruch gegeben in Deutschland, vom höchsten Deutschen Gericht, das Bundesverfassungsgericht hat entschieden die Beschwerde abzuweisen.

    Professor Rössler:
    Es wies diese Geschwerde den CERN zu stoppen ab.

    notepad:
    Exakt. Und das ist das letzte Wort in Deutschland. Weil es sich hier um das höchste Gericht handelt und dieses Nein gesagt hat. Was ich persönlich hier interessant finde, ist warum sie Nein gesagt haben. In der Urteilsbegründung wurden Sachen geschrieben wie, weil 'Die meisten Wissenschaftler finden, dies sei nicht gefährlich'.

    Professor Rössler:
    Sie sagten, dass die Klägerin - eine Arzthelferin, ich kenne die genaue Bezeichnung des Berufs nicht, es handelt sich um eine technische Assistenz im Medizinbereich -, dass diese nicht bewiesen habe, nicht genug Beweise vorgelegt habe, um die Gefährlichkeit des CERN's zu beweisen.

    notepad:
    Aber wie kann dies funktionieren?? Sehen Sie, wenn ich diese Situation mit einem Spitalbesuch vergleiche: ich gehe ins Spital, sie öffnen meinen Körper und der Arzt lässt ein Skalpell darin liegen. Das passiert. Passiert manchmal. Ich als Patient muss nun dem Arzt und dem Spital beweisen, dass das Messer wirklich ihnen gehört, dass ich es nicht selbst in mich hineingetan habe, damit ich zu meinem Recht komme. Wie kann erwartet werden, dass die Menschen dem CERN beweisen, dass mit absoluter Sicherheit ein finaler Umfall passieren wird?

    Professor Rössler:
    Sehen Sie, das Gericht hätte eine Anhörung zur Sicherheit anordnen müssen. Um es herauszufinden. Aber wenn dieses Gericht sagt, wir wollen nicht wissen, ob es gefährlich ist oder nicht, aber formal wird die Klage abgewiesen, dann hat dieses Gericht gesagt, dasss es nicht am Grund interessiert ist, aus dem es ins Leben gerufen wurde: Um als Gericht Menschen zu helfen, zu ihrem Recht zu kommen. Das war nicht Gerechtigkeit. Dieses Gericht kann nicht mehr weiterhin seine frühere Rolle einnehmen. Dieser Gerichtshof hat sich selbst entsorgt mit seinem Urteil. Aber ich bin Herrn Papier, dem Präsidenten des Gerichts, sehr dankbar. Weil ich den Verdacht hege, dass er aus spezifischen Gründen nicht anders konnte. Er konnte nicht anders agieren. Aber er tat es im falschen Moment. Genau 3 Tage bevor wir dieses Meeting hier in letzter Minute über eine Sicherheitskonferenz haben.

    notepad:
    Also ist das Timing interessant.

    Professor Rössler:
    Ja. Ich habe den Verdacht, dass er ein echter Mensch ist. Und ich hoffe, ich werde nicht widerlegt (Lachen).

    notepad:
    Das Timing ist sehr interessant. Er hätte einfach das Gleiche tun können, wie da zum Beispiel mit einer anderen Beschwerde vor der Menschenrechts-Kommission in Genf verfahren wurde, wo wir - soweit ich informiert bin - immer noch keine Antwort bekommen haben.

    Professor Rössler:
    Die haben nicht den Mut von Herrn Papier.

    notepad:
    Genau. Also ist es eine Frage des Mutes. Ich denke, er schreibt eigentlich zwischen den Zeilen, das ist wieso ich denke, er versteht unsere Argumentation, aber er befindet sich unter politischem Druck. Das ist nicht überraschend, wenn man sich die grösste, teuerste Maschine der Menschheit vor Augen hält. In welche natürlich viele Nationen involviert sind und viele Interessen... Aber er hatte den Mut, er war der erste Richter. Und ich glaube, ich gebe Ihnen recht. Er hatte den Mut, zum richtigen Zeitpunkt - wenigstens - etwas zu sagen.

    Professor Rössler:
    Zum falschen Moment. Ja.

    notepad:
    Genau. Zum richtigen Moment für uns aber zum falschen Moment für einige andere Interessen.

    Professor Rössler:
    Genau. Für dieses Establishment, welches die Wissenschaft daran hindert, wissenschaftlich vorzugehen. Vielleicht aufgrund militärischer Interessen. Wir wissen nicht warum.

    notepad:
    Wir wissen es nicht. Aber wir möchten es gerne wissen. Und wir finden, die Wissenschaft sollte gut für die Menschen sein.

    Professor Rössler:
    Ja. Menschen sollten gut für Menschen sein. Ich muss sagen, es ist grossartig, diese Diskussion mit Ihnen zu haben.

    notepad:
    Es wurde berichtet, dass Doktor Ellis vom CERN zum Thema LSAG - dem Sicherheitsbericht, welcher vor fast 2 Jahren erstellt wurde - gesagt habe auf Englisch: 'Es gibt keine wissenschaftliche Motivation für diese Berichte. Das Resultat steht von vornherein fest.' Wie kommt es, dass jemand wie Doktor Ellis so etwas sagt?

    Professor Rössler:
    Ich habe einen sehr guten Eindruck von Doktor Ellis. Ich habe ihn nie getroffen aber er hat mich öffentlich kritisiert in einer Vorlesung und mein Papier, die erste Seite, gezeigt und der Audienz gesagt, dass dies 'völliger Blödsinn' ist. Ich war nicht glücklich. Aber es war wenigstens eine offene Reaktion. Und nun hat dieselbe Person anscheinend Zweifel bekommen. Und ich habe damit noch einen weiteren Grund, ihn zu bewundern.

    notepad:
    Wenn wir uns diesen Richter Hans-Jürgen Papier und John Ellis anschauen - wir haben hier 2 Leute, 2 Menschen und 2 Fachleute, welche zwar nicht bereit sind zu sagen 'Ja, es gibt eine Gefahr - wir müssen diese Sicherheitskonferenz durchführen' - aber sie tun etwas, es scheint eine Nachricht versteckt zu sein in ihrer Reaktion.

    Professor Rössler:
    Sie benehmen sich fair. Es ist ein faires Statement, wenn ein Gericht sagt, dass niemand auf diesem Planeten etwas davon wissen will. Sehen sie. Das ist wundervoll.

    notepad:
    Das ist interessant. Ich denke, es gibt da wirklich diese Angelegenheit des Timing. Denn würde der CERN nicht sich beeilen, würde er sich genug Zeit nehmen - dann wäre da vielleicht dieser Richter, ich denke, eines Tages, welcher sich des Falls annehmen würde - wie es Mr. Johnson vorhergesagt hat. Auf der anderen Seite weiss dies das CERN vielleicht auch und versucht es so schnell wie möglich zu machen. Und macht es damit noch gefährlicher, da sie bei der Hektik nicht genau beobachten können, was passiert. Sie müssen diese Maschine wirklich rasch starten. Dies ist eine etwas schwierige Situation.

    Professor Rössler:
    Es ist fast tragisch. Es ist fast eine Komödie. Es ist ein Stück...

    notepad:
    ... eine Tragikomödie. Einige Autoren - ich weiss, diese Frage ist etwas speziell, vor allem für einen Wissenschaftler - aber einige Autoren schreiben über eine CERN LHC Konspiration. Eine versteckte Agenda. Es wurde über Geheimdienste geschrieben, welche am CERN tätig seien, und ich weiss nicht was noch. Wir haben sogar einen Bericht gelesen über eine behauptete Infiltration der Geheimdienste. Wie viel Glaubwürdigkeit haben diese Gerüchte? Sie schreiben auch, dass Erdbeben mit dem LHC zusammenhängen könnten... Menschen sprechen mich auf der Strasse an und sie sagen: 'Haben Sie gesehen, es gab gerade so viele Erdbeben und der LHC wurde wieder angestellt'. Was denken Sie über diese Theorien, welche - so würde ich sagen - etwas weit hergeholt sind?

    Professor Rössler:
    Sehen Sie. Wissenschaftlich hätten sie keinen Stand, selbstverständlich. Aber die Tatsache, dass das Unterbewusstsein der Menschen nicht vollständig korrekte Visionen produziert, beweist, dass die Oeffentlichkeit intelligenter ist als die Wissenschaft.

    notepad:
    Ich verstehe was Sie meinen. Sie können nicht einfach sagen: 'Ja, an diesem Erdbeben ist das CERN schuld'. Aber sie fühlen, dass das CERN in der Lage ist, etwas zu tun, was gefährlich ist. Also sehen die Menschen die Symbolik hier and da und sie ...

    Professor Rössler:
    Man muss die Sprache verstehen. Das Gemeinte beschreibt etwas, was sich etwas von dem unterscheidet, wie es klingt. Und dann stimmt das Falsche auf einmal.

    notepad:
    Eine andere Theorie, welche vor etwa 2 bis 3 Monaten diskutiert wurde - es handelt sich sogar um 2 recht bekannte Wissenschaftler meines Wissen - eine andere Theorie will beweisen, dass der LHC nie funktionieren wird, da eine Kraft aus der Zukunft uns daran hindern wird, die Erde zu zerstören. Ich kümmere mich persönlich lieber selbst um die Sicherheit, unabhängig von einer Kraft aus der Zukunft, die kommt, um uns zu beschützen. Und Sie?

    Professor Rössler:
    Ich würde das Gleiche sagen. Dies ist wieder so ein pseudo-wissenschaftliches Statement, welches jedoch eine tiefere Wahrheit birgt. Da gibt es diesen Schweizer Psychoanalytiker, C.G. Jung, welcher behauptete, dass es so etwas wie eine öffentliche Sensitivität gibt, welche tiefer geht, aus die Oberfläche uns vermuten liesse. Ich würde dies auch im selben Kontext sehen: Das die Oeffentlichekeit und diese Wissenschaftler etwas zu sagen versuchen, was sie nicht ganz erfolgreich ausdrücken können. Und es zeigt die Angst der Menschen. Und die Wissenschaft sollte den Kindern keine Angst machen.

    notepad:
    Nein.Das ist sehr persönlich, aber ich denke nicht, dass es okay ist, wenn meine Tochter nach Hause kommt und sagt: 'Oh, mein Gott. Sie sprechen über das CERN in der Schule'. Wenn wir die Wissenschaft wirklich weiterbringen wollen - und ich denke, dass ist der Beste Weg für alle Wissenschaftler, auch den Berufsstand des Wissenschaftlers, speziell am CERN - damit diese eine Zukunft hat und die Wissenschaftler respektierte Bürger sind, müssen diese Gefahren ernstgenommen werden.

    Professor Rössler:
    Auf ein einziges Wort reduziert: Ehrlichkeit. Offenheit. Warum nicht sagen dass da Beweise dagegen sprechen und hier sind die Beweise, so dass jeder das sehen kann und und alles offen auf dem Tisch liegt. Wieso es unter den Teppich kehren?

    notepad:
    Genau. Wenn wir diese Sicherheitskonferenz durchführen könnten, welche Professor Rössler seit 23 Monaten fordert, und die ich fordere und viele andere auch. Wenn wir dies schaffen können, es braucht nicht Jahre zu dauern... es könnte vielleicht länger als eine Woche dauern, sicherzustellen, dass keine Gefahr besteht. Wir können nicht garantieren, dass dieser Prozess in 5 Tagen abgeschlossen ist.



    'We admire you and we would really hope that you could sponsor this safety conference'
    Armin Albarracin
    'And also please help make Stephen Hawking become a knight very soon. That is a personal request from me'
    Prof Rössler
    (Source: Wikipedia, Picture: Charles, Prince of Wales)


    Professor Rössler:
    Jedoch werden wir vermutlich die wichtigsten Schwächen ganz am Anfang behandeln. Ich habe Prinz Charles angefragt, ob er Vorsitz übernehmen würde. Wir könnten das erwähnen. Er ist auf dieser öffentlichen Anfrage vor 23 Monaten um den Vorsitz gebeten worden und ich habe übriens auch einige nette Worte am Anfang hinzugefügt...

    notepad:
    Hat er akzeptiert?

    Professor Rössler:
    Er hat nicht einmal geantwortet.

    notepad:
    Also, wenn Sie zuhören, Prinz Charles. Ich weiss, dass Sie gerne mit Pflanzen sprechen und dass Sie die Nature lieben...

    Professor Rössler:
    Und wir bewundern Sie.

    notepad:
    Wir bewundern Sie und wir hoffen wirklich, dass Sie der Sponsor dieser Sicherheitskonferenz werden.

    Professor Rössler:
    Order Sie könnten der Welt mitteilen, wieso Sie den Vorsitz nicht übernehmen wollen.

    notepad:
    Falls Sie einen guten Grund haben, dies nicht zu tun - dann tun Sie es nicht.

    Professor Rössler:
    Und bitte helfen Sie Stephen Hawking, baldmöglichst zum Ritter geschlagen zu werden. Dies ist eine persönliche Anfrage meinerseits.

    notepad:
    Ich verstehe Sie und wir würden besser schlafen, wenn der LHC - so wie er ist - nicht angestellt würde.

    Professor Rössler:
    Ich kann nicht mit der Idee leben, dass sie es tun. Ich kann mir nicht vorstellen, nach diesem Tag noch weiter zu leben. Selbstverständlich möchte ich nicht Selbstmord begehen. Aber ich weiss, es ist unmöglich. Es ist unmöglich, dass die Welt so blöd ist, nicht gucken zu wollen.

    notepad:
    Vielleicht sind wir auf eine Art Optimisten. Ich weiss nicht. Vielleicht sind wir Realisten, ich hoffe wir sind Realisten... wir setzen unsere ganze Hoffnung darauf.

    Professor Rössler:
    Falls irgendein Kind auf diesem Planeten dieses Interview sieht - wird das Kind verstehen. Es wird verstehen, dass seine Eltern es nicht zulassen würden, dass das passiert.

    notepad:
    Und alle Eltern sollten ihr Kind anschauen und diese Angelegenheit verstehen. Falls sie ihr Kind lieben und eine Zukunft für ihr Kind wollen.

    Professor Rössler:
    Und hoffentlich ist die Angst unbegründet. (Lachen).

    notepad:
    Was ist Ihre persönliche Meinung, gerade jetzt: Was wäre der effizienteste Weg dies zu erreichen? Noch eine Klage vor einem anderen Gericht? Die Medien?

    Professor Rössler:
    Gute Frage.

    notepad:
    Ein politisches Instrument. Zum Beispiel wissen wir um die Schweizer Volksinitiative. Wenn Sie Schweizer Bürger sind, benötigen Sie 3 Bürger um die Initiatie zu deponieren, Sie erhalten dann Zeit, um Unterschriften zu sammeln and können dann wirklich einen Volksentscheid via Abstimmung erreichen. Aber es benötigt viel Zeit.

    Professor Rössler:
    Es ist bewundernswert. Aber man hätte es vor 2 Jahren beginnen sollen. Dann hätte es vielleicht funktioniert.

    notepad:
    Genau. Aber was würden Sie persönlich als den effizientesten Weg empfehlen, damit diese Sicherheitskonferenz stattfindet?

    Professor Rössler:
    Das ist ganz einfach: Falls diese Diskussion veröffentlicht wird auf dem Internet und die ganze Welt nicht antwortet (Laughter). Dann hätten die Kinder dieser Welt einen Grund, zu fragen warum.

    notepad:
    Das ist sehr schön ausgedrückt. Ich bin einverstanden. Und wenn das nicht passiert, werden wir die Kinder auf der Strasse fragen warum. Ich werde dann zu den Schulen gehen und die Kinder fragen, ob das okay ist. Wir werden einfach weitermachen. Ich weiss, dass Sie weitermachen werden, ich weiss, dass andere weitermachen werden. notepad publishing wird weitermachen. Wir werden einfach weitermachen. Im Namen der Kinder.

    Professor Rössler:
    Vielleicht ist das ein guter guter Schlusspunkt. Aber vielleicht haben Sie ja noch mehr schwer zu beantwortende Fragen (Lachen).

    notepad:
    Wir könnten das Interview hier beenden, aber ich hätte noch 2 oder 3 recht interessante Fragen, welche ich Ihnen stellen möchte.

    Professor Rössler:
    Da bin ich sicher. Ich bin sehr neugierig.

    notepad:
    Und ich bin auch sehr neugierig so viele Fragen zu stellen. Ich glaube, dies ist eine gute Frage: Wenn wir davon ausgehen, dass einige der CERN Wissenschaftler oder andere Wissenschaftler, welche am CERN Experiment teilnehmen, diesem Interview zuhören, was würden Sie ihnen mitteilen?

    Professor Rössler:
    Ich würde sagen, ich bin dankbar, inmitten von Freunden zu sein und ich bin vollkommen auf Ihrer Seite in allem, was Sie denken. Ich unterschreibe das. Und ich bin sicher, Sie würden sich nicht dagegen wehren, offenzulegen warum meine Warnungen falsch sind. Vielleicht können Sie der Welt mitteilen, dass sie sich nicht dagegen stemmen das die Fakten auf den Tisch gelegt werden. Weil Sie meine Freunde sind.

    notepad:
    Ich habe noch eine kleine Frage, welche etwas speziell ist - ich bin zur Hälfte Spanier und zur Hälfte Schweizer, deshalb lese ich auch eine ganze Reihe von Spanischen Medien. Und seit Jahren schreiben diese relativ häufig über den CERN - nicht sehr kritisch aber oft - und sie nenenen den CERN LHC 'La maquina de Dios'. Die Gottmaschine, die Gottesmaschine oder die Göttermaschine. Wie auch immer. Es zählt einfach 2 und 2 zusammen in meinem Kopf und ich sehe folgendes. Speziell wenn man sich diese Detektoren anschaut, den Atlas Detektor, den CMS Detektor - sie wirken wirklich wie Kathedralen. Gibt es da ein religiöses Element?

    Professor Rössler:
    In jeder Hinsicht. Die Wissenschaft ist schon heute die moderne Religion. Obwohl die Wissenschaft nicht über die Essenz von Religion spricht. Welche ist: 'Woher kommt das JETZT?' und 'Woher kommen die Farben?'. Es hat eine wunderschöne rote Farbe auf Ihrem Logo und niemand weiss, woher das Rot kommt. Und die Wissenschaft belügt jeden auf dem Planeten letztlich, indem sie nicht zugibt, dass es keinerlei wissenschaftliche Begründung gibt für die Existenz der Farbe Rot. Aber wir haben sie vor uns. Also ist sie ein Geschenk vom Himmel, welches uns gegeben wurde. Wie die Welt selbst.

    notepad:
    Mit diesen Worten, Professor Rössler, ich denke das sind sehr schöne Schlussworte, möchte ich Ihnen für das Interview danken und ich denke, dass wir beide hoffen, möglicherweise mit vielen von unseren Zuhörern, dass diese Sicherheitskonferenz sehr bald stattfinden wird.




    Professor Otto E. Rössler

    Professor Rössler:
    Ich bin sehr dankbar, dass es so einen notepad gibt, wie sie ihn jetzt gerade produziert haben. Vielen Dank.

    notepad:
    Danke.



    von admin
    01.10.10. 11:55:00. 8805 Wörter, 3213 Ansichten. Kategorien: News D , Hinterlasse einen Kommentar »

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